
| „Ein Energienetzwerk von unschätzbarem Wert“ |
| VON: MARIO RAUCH
 |   Die Mitglieder des EDR-INTERREG-Lenkungsausschusses brachten das innovative Energieprojekt „NEND“ auf den Weg.
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edr Groningen. In seiner ersten Sitzung des Jahres 2010 hat der INTERREG-Lenkungsausschuss der Ems Dollart Region (EDR) in Groningen am Donnerstag das Projekt „Nachhaltige Energien Niederlande Deutschland“ (NEND) genehmigt.
„Wir haben im Gebiet der Ems Dollart Region das Potenzial, eine der führenden europäischen Energieregionen zu werden“, betont Aurichs Landrat und EDR-Vorstandsmitglied Walter Theuerkauf. Schwerpunkt des Projekts ist die nachhaltige Nutzung und Entwicklung erneuerbarer Energie-Ressourcen. Mit insgesamt vier Arbeitspaketen wollen die deutschen und niederländischen Partner in dem Projekt dem Klimawandel trotzen. Dabei sollen auch Unternehmen eng mit einbezogen werden.
Im „Arbeitspaket 1“ steht die Energieeffizienz und CO2-Einsparung in öffentlichen und privaten Gebäuden sowie in regionalen Unternehmen im Mittelpunkt. Durch umfangreiche Maßnahmen soll die Energieeffizienz gesteigert werden.
Im „Arbeitspaket 2“ sollen innovative Materialien und Gebäudekonzepte entwickelt werden, um „Nachhaltiges Bauen“ zu forcieren. Damit wird der Energieverbrauch reduziert. „Es werden auch Nachhaltigkeitskriterien erarbeitet, die bei Neubauten auf deutscher und niederländischer Seite berücksichtigt werden müssen“, erklärt EDR-INTERREG-Geschäftsführer Hermann Wessels.
Im „Arbeitspaket 3“ werden die Prozesse zur Erzeugung und Bereitstellung von Energie aus nachwachsenden Rohstoffen optimiert. „Die Gewinnung von bisher nicht genutzten Rohstoffen zur stofflichen oder energetischen Verwendung bekommt einen zunehmend hohen Stellenwert“, sagt der Vorsitzende des EDR-INTERREG-Lenkungsausschusses, Hermann Bröring. Optimierte Anbau- und Erntestrategien unter Berücksichtigung für diese Verwendung würden aber bisher fehlen. Hier setzt dieses Arbeitspaket des NEND-Projektes an, in dessen Rahmen zunächst das Potenzial der Rohstoffressourcen im EDR-Gebiet analysiert werden soll.
Im „Arbeitspaket 4“ sollen die Technologien im Bereich der Photovoltaik- und Solaranwendungen weiter entwickelt werden. Damit wird eine Grundlage für die Unternehmen aus dem EDR-Gebiet geschaffen, die durch diese technologischen Entwicklungen neue Wirtschaftsfelder erschließen können.
Im Zusammenhang mit der engen Bindung des Projekts zu den Unternehmen wird das Klimaschutzzentrum Nordwest in Aurich ein innovatives Unternehmernetzwerk mit dem Schwerpunkt „Energie“ aufbauen. Damit wird ein intensiver Technologie- und Wissenstransfer zwischen Forschungseinrichtungen im EDR-Gebiet und den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ermöglicht. „So ist gewährleistet, dass den Unternehmen das entsprechende Know-how schnell und zweckgemäß zur Verfügung gestellt werden kann“, betont Hermann Wessels. Unterstützung erhält das Projekt in diesem Zusammenhang auch von der nord-niederländischen Stichting „Energy Valley Groningen“ sowie der Wachstumsregion Ems-Achse. Synergieeffekte ergeben sich auch durch die Verknüpfung des Projektes mit dem neuen Studiengang „Energieeffizienz“ an der Fachhochschule Emden/Leer. „Durch das Projekt entsteht ein Energienetzwerk von unschätzbarem Wert für unsere Region. Wir führen Industrie, Handwerk und Forschung themen- und branchenübergreifend zusammen. Noch nie zuvor wurde auf diesem Niveau ein Projekt grenzübergreifend in diesem Umfang entwickelt“, verdeutlichen Hermann Bröring und Walter Theuerkauf den Stellenwert des Projektes „NEND“.
Das Gesamtinvestitionsvolumen des bewilligten Projektes beläuft sich auf rund 7,6 Millionen Euro. Davon sind rund 3,4 Millionen EU-Mittel, die aus dem INTERREG IV A-Programm „Deutschland-Nederland“ zur Verfügung gestellt werden. Außerdem wird das Projekt finanziell vom Land Niedersachsen, dem Königreich der Niederlande sowie den niederländischen Provinzen Drenthe, Fryslân und Groningen unterstützt.
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