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HAIP: Kooperationsvereinbarung unterzeichnet

VON: KARIN EDEN



(v.l.) Hubert Frye, Bürgermeister Gemeinde Saterland, Armin Gallinat, Programm-Manager INTERREG, Peter Hagedoorn, Vorsitzender „Vrienden van de Nieuwe Schans“ und Hermann Wessels, Geschäftsführer Programm-Management EDR-INTERREG. BILD: KARIN EDEN; EDR

edr Bad Nieuweschans. Die niederländische Stichting (Stiftung) „Vrienden van de Nieuwe Schans“ und die deutsche Gemeinde Saterland arbeiten gemeinsam an einem grenzübergreifenden Projekt zur Schaffung eines Netzwerkes „Informationszentrum Archäologie und Geschichte“. Die beiden Partner unterzeichneten am Mittwoch in der Geschäftsstelle der Ems Dollart Region (EDR) in Bad Nieuweschans ihre Kooperationsvereinbarung für die Schaffung historisch-archäologischer Informationspunkte, kurz „HAIP“ genannt.

Bei dem Projekt „HAIP“ wird auf deutscher Seite im saterländischen Gemeindeteil Strücklingen, in Bokelesch, im Pfarrhaus zur Johanniter Kapelle, ein Informationszentrum eingerichtet, das sich der Geschichte des Johanniter-Klosterordens in den nördlichen Küstengebieten widmet. Das ehemalige Pfarrhaus in direkter Nachbarschaft der aus dem 14. Jahrhundert stammenden Kapelle wird dazu umgebaut, entsprechend ausgestattet und um einen Besucherparkplatz ergänzt. Auf niederländischer Seite wird ebenfalls ein Informationszentrum in der „Oude Remise“ („Alten Remise“) in Bad Nieuwe­schans eingerichtet. Dort wird informiert über die Kulturlandschaft, wie sie sich im Laufe der Jahrhunderte um den Dollart herum entwickelt hat.

Zusammen mit schon in den Provinzen Groningen und Friesland vorhandenen archäologischen Informationspunkten soll dann eine Vernetzung all dieser Einrichtungen beiderseits der Grenze entwickelt und erweitert werden, beispielsweise auch mit der Klosterstätte Ihlow.

Hubert Frye, Bürgermeister der Gemeinde Saterland, stellte in einem Pressegespräch die gemeinsame Geschichte insbesondere im Klosterwesen dar. Auch Hermann Wessels, Geschäftsführer EDR-INTERREG-Programm-Management, verwies auf die lang zurückreichende grenzübergreifende Zusammenarbeit, an der auch die Ostfriesische Landschaft wesentlich beteiligt ist, „die die Kulturlandschaft beiderseits der Grenze gut kennt“, so Wessels. Peter Hagedoorn, Vorsitzender der Stichting „Vrienden van de Nieuwe Schans“, betonte, dass an den jeweiligen Informationspunkten auch auf den Partner im Nachbarland verwiesen wird.

Das Projekt HAIP wird im Rahmen des INTERREG IV A-Programms Deutschland-Nederland mit rund 250.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Die Gesamtkosten des Projektes von insgesamt rund 500.000 Euro werden vom Land Niedersachsen (105.000 Euro), von der niederländischen Provinz Groningen (40.000 Euro), der Gemeinde Saterland (rund 70.000 Euro) sowie den „Vrienden van de Nieuwe Schans“ (35.000 Euro) kofinanziert. Es wird begleitet durch das Programm-Management bei der Ems Dollart Region.

Offizieller Projektbeginn war bereits der 1. Dezember 2008. Allerdings wurden bis kurz vor Jahresende 2009 fast nur vorbereitende Maßnahmen, u. a. auch der Grundstückankauf in Bokelesch, getätigt. Die nunmehr aber laufenden Baumaßnahmen sollen spätestens bis Ende 2010 abgeschlossen sein. Die „Vrienden van de Nieuwe Schans“ planen bereits für Mai 2010 die Eröffnung ihrer Informationsstätte.








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