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„Es gibt noch viele unentdeckte Potenziale“

VON: MARIO RAUCH



Das EDR-Gebiet im Blick (von links): Peter Paul Knol (Leiter des Gemeinsamen INTERREG-Sekretariates), Hermann Wessels (EDR-INTERREG-Geschäftsführer), Bernhard Bramlage (EDR-Vorsitzender), Co Verdaas (Begleitausschuss-Vorsitzender INTERREG IV A), Bert Bouwmeester (stv. EDR-Vorsitzender) und Armin Gallinat (Programm-Management INTERREG der EDR).


EDR-INTERREG-Geschäftsführer Hermann Wessels im Gespräch mit Co Verdaas.

edr Bad Nieuweschans/Leer. Für viel Gesprächstoff war gesorgt, als der Vorsitzende des INTERREG IV A-Begleitausschusses „Deutschland-Nederland“, Co Verdaas, nun die Ems Dollart Region besuchte. Nach der Begrüßung durch die EDR-Vorsitzenden Bernhard Bramlage und Bert Bouwmeester sowie EDR-INTERREG-Geschäftsführer Hermann Wessels informierte sich Verdaas in der EDR-Geschäftsstelle in Bad Nieuweschans über die Entwicklung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit. Dabei betonte der EDR-Vorsitzende Bernhard Bramlage: „Seit 1977 hat sich die Ems Dollart Region die deutsch-niederländischen Zusammenarbeit auf die Fahnen geschrieben.“ Der stellvertretende EDR-Vorsitzende Bert Bouwmeester bekräftigte in diesem Zusammenhang den ideellen Charakter der EDR: „Wir sind nicht aus finanziellen Erwägungen gegründet worden.“ Bouwmeester weiter: „Sowohl der niederländische als auch der deutsche Teil des EDR-Gebiets wurde im eigenen Land oftmals durch seine Randlage vernachlässigt. Für viele waren wir nur die Hinterseite, die Achterkant des jeweiligen Landes.“ Es sei beeindruckend, wie im EDR-Gebiet in den letzten Jahrzehnten die Chance genutzt wurde, Strukturen für eine grenzübergreifende Zusammenarbeit aufzubauen. In dieser Tradition müsse auch weiterhin die Anpassung des EDR-Gebiets an die Anforderungen des neuen INTERREG IV A-Programms erfolgen, das innovative und technologische Projekte in den Mittelpunkt rückt. Bernhard Bramlage sagte: „Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen die ursprüngliche, verbindende Funktion des grenzübergreifenden Zweckverbands, aber auch die Förderung in wichtigen Bereichen beiderseits der Grenze, um zukunftsgerichtete Projekte realisieren zu können.“ Co Verdaas erklärte, dass er diesen Ansatz gut nachvollziehen könne: „Darin liegt eine große Herausforderung. Ich würde mich freuen, wenn es gelingt basisnahe Projekte umzusetzen, die trotzdem den Kriterien der Lissabon-Strategie entsprechen.“ Bernhard Bramlage und Bert Bouwmeester zeigten sich zuversichtlich – auch hinsichtlich einer eventuellen weiteren Förderperiode: „Es gibt noch viele unentdeckte Potenziale und Möglichkeiten in unserem Gebiet.“

Im Rahmen eines Besuchs im Maritimen Kompetenzzentrum (Mariko) in Leer erfuhr Co Verdaas, dass das Thema Maritime Wirtschaft im EDR-Gebiet bereits einen hohen Stellenwert hat. Verdaas, der auch Deputierter der Provinz Gelderland ist, zeigte sich angetan von den Voraussetzungen auf dem maritimen Sektor, die hier auch für anstehende deutsch-niederländische Projekte zur Verfügung stehen. Der EDR-Vorsitzende und Leeraner Landrat Bernhard Bramlage sowie Mariko-Geschäftsführer Dr. Jürgen Sorgenfrei wiesen darauf hin, dass es bereits eine grenzübergreifende Kooperation mit der Seefahrtschule Delfzijl und anderen Partnern gibt. Die deutsch-niederländische Kooperation in der Maritimen Wirtschaft solle bald in einem Großprojekt (Majeures Projekt) noch intensiviert und über das EDR-Gebiet hinaus ausgeweitet werden, erklärten Bramlage und Sorgenfrei.








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