StartÜber UnsINTERREGAktuellesServiceEURESKontaktImpressum
 
 


Printversion
Auszahlung von EU-Mitteln wird vereinfacht

VON: MARIO RAUCH



Von links: Hermann Wessels (EDR-INTERREG-Geschäftsführer), Susanne Meine (Niedersächsisches Wirtschaftsministerium), Peter Schenk (Programm-Manager für Territoriale Kooperation der Europäischen Kommission) und Hermann Bröring (EDR-Lenkungsausschuss-Vorsitzender und Landrat des Emslands). Foto: EDR

edr Bad Nieuweschans. Die zuständigen INTERREG-Gremien haben am Donnerstag  die Weichen für weitere Projekte im Gebiet der Ems Dollart Region (EDR) gestellt. Zunächst überbrachte der Programm-Manager für Territoriale Kooperation von der Europäischen Kommission, Peter Schenk, den Mitgliedern des EDR-INTERREG-Lenkungsausschusses jedoch interessante Neuigkeiten. Im Rahmen einer Gesetzesinitiative der EU-Kommission soll die Auszahlung von EU-Mitteln künftig vereinfacht und beschleunigt werden. „Damit sollen die Regionen unterstützt werden, die aufgrund der Finanzkrise entstandenen Probleme schneller zu überwinden“, erklärte Peter Schenk. Der Vorsitzende des EDR-INTERREG-Lenkungsausschusses, Hermann Bröring, und  EDR-INTERREG-Geschäftsführer Hermann Wessels betonten: „Diese Initiative der EU-Kommission trägt auch in der EDR dazu bei, die EU-Mittel gezielt für die regionale Entwicklung einzusetzen.“

„Fit for Business“ soll Gesundheit der Mitarbeiter fördern
Der Lenkungsausschuss verabschiedete das Projekt „Fit for Business“. In diesem Projekt kooperieren die Projektpartner „Sport Drenthe“ und der Kreissportbund Emsland. Ziel ist die Gesundheitsförderung der Mitarbeiter von kleinen und mittleren Unternehmen. Zu Beginn der vierjährigen Projektlaufzeit werden für insgesamt 48 Unternehmen aus der Region Analysen erstellt. Auf dieser Basis erarbeiten die Projektpartner individuelle Bewegungs- und Gesundheitskonzepte. Diese sollen dann mit Sport- und Gesundheitsanbietern (z.B. Sportvereine) umgesetzt werden „Durch das Projekt kommt es zu einer innovativen Kooperation zwischen Sport und Wirtschaft. Bewegung und Sport sollten selbstverständlicher Bestandteil der betrieblichen Risikovorsorge sein. Mit diesem Projekt machen wir einen wichtigen Schritt in diese Richtung“, betonte Hermann Bröring. Grenzübergreifend wird im Rahmen des Projektes eine „Fit for Business“-Methodik entwickelt, in der auch Vergleichsmöglichkeiten entstehen und Effekte des Projektes gemessen werden können. Begleitet werden soll das Projekt auch durch grenzübergreifende Events zum Thema „fitte Unternehmen“.
Das Gesamtinvestitionsvolumen des Projekts beträgt rund 900.000 Euro. Davon werden rund 450.000 Euro EU-Mittel aus dem INTERREG-Programm zur Verfügung gestellt. Das Land Niedersachsen und die Provinz Drenthe steuern jeweils rund 135.000 Euro bei.

Grenzübergreifende Impulse für die Ernährungswirtschaft
Auf den Weg gebracht wurde im INTERREG-Begleitausschuss zudem das majeure Projekt „FOOD Future“. Im Rahmen von majeuren Projekten kooperieren Projektpartner entlang der gesamten deutsch-niederländischen Grenze. Und dieses Gebiet ist geprägt von einer starken Ernährungsindustrie. Dazu kommen zahlreiche wissenschaftliche und technologische Einrichtungen, die im Ernährungssektor tätig sind. Allerdings sind die Hürden für eine innovationsorientierte Zusammenarbeit zwischen diesen Einrichtungen und den Unternehmen immer noch hoch – insbesondere im Bereich grenzübergreifender Kooperation. Die deutsch-niederländische Grenzregion schöpft ihr Innovationspotenzial in der Ernährungswirtschaft bisher also noch nicht komplett aus. Hier setzt das Projekt „FOOD Future“ an. Kooperationen, Transferaktivitäten und gemeinsame Innovationsentwicklungen sollen im Rahmen des Projektes grenzübergreifend realisiert werden. Übergeordnetes Ziel von „FOOD Future“ ist es, Impulse für die mittelständische Ernährungswirtschaft im deutsch-niederländischen Grenzraum zu geben und dadurch zu Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit beizutragen. In der aktuell leicht rückläufigen regionalen Beschäftigungsentwicklung im Ernährungsgewerbe können durch das Projekt insgesamt 300 Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert werden. Konkret soll zunächst auch der Innovationsbedarf der jeweiligen Betriebe ermittelt werden. Lead Partner von „FOOD Future“ ist das Deutsche Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) in Quakenbrück.
Bevor die Partner dieses Projekt starten können, sind allerdings noch einige Details zu klären – wobei unter anderem die niederländischen Provinzen sowie die Länder Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen ihre Mitfinanzierung noch bestätigen müssen. Aus dem INTERREG-Programm soll ein Beitrag der Europäischen Union (EU) in Höhe von rund fünf Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auch etwa elf Millionen Euro.








<- Zurück zu: Presseberichte